Gesundheit — 18. April 2012
Chicago (dts Nachrichtenagentur) - Ein Bluttest könnte zukünftig eine objektive Diagnose bei Depressionen im Jugendalter liefern. Dazu bestimmten Forscher der Northwestern University in Chicago verschiedene Biomarker, die sich in einem Bluttest nachweisen lassen. Dabei spielen die Informationsüberträger von Genen eine entscheidende Rolle.

"Es handelt sich aber nicht um einen Gentest", betonte die Psychiaterin Eva Redei und ergänzt: "RNA nutzt Gene als eine Art Vorlage und wandelt diese im ganzen Körper in Proteine um. Wir haben RNA-Stränge, sogenannte Biomarker, im Blut untersucht." Dazu züchteten die Wissenschaftler eine depressive und eine gesunde Gruppe von Ratten und verglichen deren Blutwerte. "Die depressiven Ratten hatten kleinere Mengen bestimmter RNA in ihrem Blut", erklärte Redei. Allerdings seien die Ergebnisse noch nicht praxisreif. "Die Idee ist zwar spannend, aber es ist noch unklar, ob die Biomarker bei allen Jugendlichen angewandt werden können. Dazu müssten sie an einer größeren Gruppe getestet werden", sagte der deutsche Experte Andreas Heinz. Die Diagnose einer Depression im Jugendalter gestaltet sich oft sehr schwierig, da schlechte Laune und Stimmungsschwankungen in der Pubertät nur schwer von der Krankheit zu unterscheiden sind.

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(dts)

(1) Kommentar

  1. Das hört sich auf jeden Fall nach einem Fortschritt in der Erkennung von Depressionen an, vielleicht kann man sogar bald vorbeugend eingreifen. So viele Menschen sind in jetziger Zeit orientierungslos und fallen in eine Depression. Da käme so eine Diagnose gerade recht.

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