Gesundheit — 29. März 2012
Santa Barbara (dts Nachrichtenagentur) - Männer werden durch zu viel Testosteron krank und weich. Das zeigt eine US-amerikanische Studie der University of California, die im Fachmagazin "Preceedings of the Royal Society B" veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler hatten einen Stamm von Jägern und Sammlern in Bolivien untersucht und festgestellt, dass trotz harter körperlicher Arbeit, Parasiten und vielen Krankheiten der Testosteronwert um circa zwei Drittel niedriger war als üblich.

Dies sei nur auf den ersten Blick ungewöhnlich, denn "Muskelmasse zu produzieren kostet Energie - und hohe Testosteronwerte verringern zudem die Leistung des Immunsystems", so Benjamin Trumble von der University of Washington. Unterschiedlich war auch der Testosteronspiegel im Laufe der Zeit. Während er in Industrieländern im Alter abnimmt, bleibt er den bolivianischen Tsimane das ganze Leben hindurch gleich hoch. Einzig bei Wettkämpfen oder großen Kraftanstrengungen wird kurzzeitig mehr Testosteron freigesetzt.

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(dts)

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