Gesundheit — 05. Juli 2012
Euroscheine, dts Nachrichtenagentur
Foto: Euroscheine, dts Nachrichtenagentur

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) - Als erste gesetzliche Krankenkasse schafft die Hanseatische Krankenkasse (HEK) die Praxisgebühr bei Zahnarztbesuchen ab. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung (Freitagausgabe) unter Berufung auf Kassenkreise. Die HEK will ihren Versicherten rückwirkend zum 1. Januar 2012 die zehn Euro pro Quartal, die auch bei Zahnarztbesuchen anfallen, im Rahmen ihres Bonusprogramms erstatten.

Damit verzichte die Kasse jährlich auf Einnahmen von etwa 2,5 Millionen Euro zugunsten der rund 400.000 Versicherten. HEK-Vorstand Jens Luther bestätigte der Zeitung den Vorstoß seiner Kasse: "Daran sieht man, dass die HEK eine Krankenkasse mit gesunden Finanzen ist, denn überdurchschnittliche Leistungen und einen umfassenden Service kann eine Krankenkasse ihren Versicherten nur dann bieten, wenn sie auch finanziell vorgesorgt hat und für die Zukunft gerüstet ist." SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte: "Das ist ein vorbildliches Signal. Wenn die Kassen schon freiwillig damit beginnen, die Praxisgebühr zurückzuzahlen, muss die CDU ihre Blockade-Haltung aufgeben und die Sinnlos-Gebühr endlich abschaffen. Frau Merkel ist offenbar weniger Großzügig zu den deutschen Patienten als zu spanischen Banken."

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(dts)

(1) Kommentar

  1. Die Rückerstattung der Paxisgebühr ist eine sehr lobenswerte Initiative der HEK. Die Überschüsse der GKV sollten generell zu einer Abschaffung der Praxisgebühr verwendet werden. Diese bedingt für die Ärzte nur einen unnötigen Verwaltungsaufwand.

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