Gesundheit — 26. November 2012
Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Der Export deutscher Produkte der Medizintechnik wie Herzschrittmacher und künstliche Nieren ist im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Demnach wurden im vergangenen Jahr rund 205.000 Herzschrittmacher im Wert von 353 Millionen Euro exportiert.

Im Vergleich zu 2010 war dies eine mengenmäßige Steigerung um 23 Prozent. Damals wurden 167.000 Herzschrittmacher mit einem Gesamtwert von 317 Millionen Euro ausgeführt. Die meisten Herzschrittmacher gingen im Jahr 2011 in die USA (30.000 Stück), gefolgt von Brasilien (19.600) und Polen (18.200). Auch die Ausfuhren von künstlichen Nieren entwickelten sich expansiv: Im Jahr 2011 wurden Blutwäschegeräte und Teile davon im Gesamtwert von 524 Millionen Euro exportiert. Das entsprach einer Wertsteigerung von 15,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2010 wurden künstliche Nieren und deren Teile im Wert von 452 Millionen Euro ausgeführt. Die wichtigsten Abnehmerländer von künstlichen Nieren im Jahr 2011 waren China (Warenwert 64 Millionen Euro), die USA (57 Millionen Euro), Russland und Italien (jeweils 26 Millionen Euro) sowie Frankreich (24 Millionen Euro).

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(dts)

(1) Kommentar

  1. Ja, bei den ganzen Krankenhausserien aus den USA denkt man immer garnicht, dass Deutschland, was viele Teile der Medizin betrifft, deutlich vorne liegt. Deutsche Ärzte sind in den USA gefragter als jemals zuvor. Eine Schande dass deutsche Ärzte in den letzten Jahren immer weniger Geld verdienen. Vor allem junge Ärzte, die nicht selten länger als 48 Stunden am Stück im Krankenhaus verbringen, verdienen in meinen Augen viel zu wenig Geld, in Anbetracht dessen, was sie für Leistungen bringen und bringen müssen.
    Beste Grüße,
    Christian

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