Allgemein Gesundheit Medizin — 23. Januar 2012
Eine kurze und heftige Therapie hilft Schmerzpatientenfatihhoca/istockphoto.com

Opioide sind Morphine und morphineähnliche Substanzen. Opioide helfen anscheinend nicht nur kurzfristig, sie können auch chronische Schmerzen beseitigen. Dabei kommt es allerdings auf die richtige Dosierung an.

Die Qual ist oft sehr groß bei chronischen Schmerzen. Eine der Ursachen für die andauernde Pein ist, dass Schmerzen eine Gedächtnisspur im Rückenmark hinterlassen.

Experten sprechen in diesem Zusammenhang von Schmerzgedächtnis.

Eine hochdosierte Kurzzeittherapie mit Opioiden kann die Gedächtnisspur löschen.

Diese Entdeckung präsentierte ein Forscherteam um Ruth Drdla-Schutting und Jürgen Sandkühler jetzt in der Fachzeitschrift „Science“.

In ihrer Studie verabreichten sie Ratten Stromschläge, während diese in Narkose lagen.

Dadurch veränderten sich die Schmerzbahnen im Rückenmark und es entstand ein Schmerzgedächtnis. Im Anschluss erhielten die Ratten intravenös ein Opioid und das ca. eine Stunde lang und hochdosiert.

Das erstaunliche Ergebnis war, das die Gedächtnisspur nach dieser Behandlung gelöscht war.

Die Entdeckung der Wiener Forscher eröffneten neue Wege in der Schmerztherapie. Eine hochdosierte und kurze Einnahme von Opioiden könnte in Zukunft Patienten deutlich besser helfen.

 

 

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