Allgemein Gesundheit Medizin — 21. Juni 2012
Depressionen am ArbeitsplatzJesper Elgaard/istockphoto.com

Obwohl seit Mitte der 1990er Jahre die jährlichen Krankmeldungen im Durchschnitt sinken, wächst die Zahl seelisch bedingter Krankschreibungen.

Ein Großteil der seelisch bedingten Krankschreibungen ist auf Depressionen zurück zu führen.

Irgendwann können die Betroffenen Arbeitnehmer den Leistungsanforderungen nicht mehr gerecht werden. Zu den körperlichen Beschwerden wie Augenzucken, Ohrensausen, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit kommen dann auch psychische Probleme hinzu.

Die Gefahr, in eine Depression abzugleiten, ist nun gegeben. Spätestens dann ist eine Krankmeldung unumgänglich.

Gründe: Durch Technologien, wie z. B. Internet oder Handy, haben sich Arbeitsumfang und Arbeitszeiten in den letzten Jahrzehnten gewandelt.

Heute hat der Einzelne viel mehr Aufgaben und bewältigt diese in einer kürzeren Zeit. Alles muss schneller gehen und den Arbeitnehmern bleibt oft kein Raum für Erholung und Freizeitaktivitäten. Die so wichtigen Ruhephasen kommen oft zu kurz.

Laut einer DGB-Umfrage aus dem Jahre 2001 kommt mittlerweile jeder fünfte Deutsche wegen des hohen Arbeitspensums auf mindestens zehn Überstunden in der Woche.

Viele können dann auch nach Arbeitsschluss nicht abschalten. Bereits drei bis vier Überstunden pro Tag erhöhen das Risiko für eine Erkrankung der Herzkranzgefäße um 60%.

Viele sind auch 24 Stunden für den Arbeitgeber mobil zu erreichen. Es besteht eine permanente Verfügbarkeit.

Schwere Depressionen können meist nur mit stark wirkenden Medikamenten und Antidepressiva behandelt werden. Rechtzeitiges Eingreifen hilft, größere Krisen vorzubeugen. Fehlzeiten können verringert werden. In Betrieben sollten alle offener mit psychischen Problemen und Störungen umgehen. Denn nur Mitarbeiter, die sich trauen frühzeitig Probleme anzusprechen, kann rechtzeitig und langfristig geholfen werden.

 

 

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