Gesundheit — 08. Juni 2012
Jens Spahn, Deutscher Bundestag  / Lichtblick / Achim Melde,  Text: dts Nachrichtenagentur
Foto: Jens Spahn, Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde, Text: dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Vor dem Hintergrund der Milliarden-Reserven in der gesetzlichen Krankenversicherung hat der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn den Krankenkassen vorgeworfen, nicht sorgfältig genug mit dem Geld der Versicherten umzugehen. "Die Kassen verbrennen Geld", sagte Spahn der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe). "Es ist sinnvoller, Prämien an Versicherte auszuschütten, als es für ein Prozent Zinsen mit Wertverlust anzulegen."

Eine Prämienausschüttung lehnen die Krankenkassen bislang ab. Nach Angaben ihres Spitzenverbands verfügen sie derzeit über zehn Milliarden Euro Rücklagen. Sie dürfen sie laut Sozialgesetzbuch nur in bestimmte, sehr sichere Anlagen investieren. Der durchschnittliche Zins für deutsche öffentliche Anleihen, die sogenannte Umlaufrendite, liegt aktuell bei 1,05 Prozent. Gleichzeitig beträgt die Inflationsrate aktuell 1,9 Prozent. Die Vorsitzende des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen, Doris Pfeiffer, hatte am Freitag gesagt: "Es sind weiter Zuwächse bei den Einnahmen zu verzeichnen." Sie und ihre Experten gingen davon aus, "dass die Reserven der Krankenkassen noch höher werden."

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(dts)

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