Gesundheit — 13. November 2012
Daniel Bahr, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Daniel Bahr, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) droht bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) eine Schlappe im Bundesrat. Dies gehe aus Schreiben von Ministerpräsidenten und Gesundheitsministern der Länder hervor, berichtet die "Rheinische Post". Die Länder werfen dem FDP-Minister vor, dass seine Verordnung zur Regelung der Embryonen-Tests deutlich über die vom Bundestag gezogenen gesetzlichen Grenzen hinausgehe.

Trotz der Kritik will Bahr die Verordnung am Mittwoch unverändert durchs Kabinett bringen. Auch die frühere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) , die nun Vorsitzende der Lebenshilfe ist, kritisiert Bahrs Verordnung: "Die Rechtsverordnung widerspricht dem Willen des Gesetzgebers", sagte Schmidt. Der Bundestag habe "ein Verbot der PID beschlossen, das eng begrenzte Ausnahmen vorsieht". Der Verordnungsentwurf ermögliche dagegen eine breite Anwendung der PID-Technologie.

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(dts)

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