Gesundheit — 20. November 2012
Daniel Bahr, Deutscher Bundestag  / Lichtblick / Achim Melde,  Text: dts Nachrichtenagentur
Foto: Daniel Bahr, Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde, Text: dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat sich für eine auch finanzielle Aufwertung der Pflegeberufe ausgesprochen, um dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen. So müsse das dritte Umschulungsjahr wieder bezahlt werden, sagte er der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Damit unterstützt er eine Forderung der Länder an die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU).

Die Bundesagentur hatte im Rahmen des Konjunkturpakets II die Kosten für die Ausbildung übernommen. Seit dem Auslaufen des Pakets ist die Finanzierung ungeklärt, manche Länder zahlen, manche nicht. Bahr lehnt auch Pläne der EU-Kommission ab, europaweit eine zwölfjährige Ausbildung zur Bedingung für die Pflegeausbildung zu machen. Das sei "ein Irrweg für Deutschland, der die Situation nur weiter verschärfen würde". Neben einer Aufwertung des Berufs durch faire Löhne und bessere Ausbildung setzt Bahr auf mehr Zuwanderung: "Briten, Skandinavier und die Schweiz haben längst Pflegekräfte angeworben, die so sprichwörtlich an uns vorbeigezogen sind. Das ist die Folge der jahrelangen deutschen Überheblichkeit zu glauben, wir bräuchten keine Zuwanderer."

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(dts)

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